#myreallife

Der Corona-Virus-Lockdown hat Menschen weltweit in eine ganz neue Realität geworfen. Plötzlich ist alles anders, ungewohnt, mühselig, nervig, beängstigend, krass
 und manchmal auch neu, aufregend, herzerwärmend, unfreiwillig komisch. Diese Ambivalenz interessiert uns. 

Da wir selber als Kreativtätige seit dem Lockdown mit einer unsicheren Zukunft konfrontiert sind, wollen wir wissen, wie gehen Künstlerinnen mit dieser Unsicherheit umgehen? Welche Strategien haben sie gefunden, um die Krise zu überstehen? Um überhaupt noch etwas zu verdienen? Um Arbeit, Privat- und Familienleben unter einen Hut zu bringen? Was haben sie gelernt, welche neuen alternative Lösungen kreiert?  Was haben sie verloren? Was für Debatten tun sich ganz neu auf und welche Themen verschärfen sich? Stillstand oder Bewegung? Neuerfindung? 

Die digitale Plattform #myreallife ist eine fortlaufend sich entwickelnde Sammlung von Beiträgen, ein Arbeitsdiary von verschiedenen Frauen jeglichen
 Alters, Herkunft, Landes, welche verschiedene thematische Schwerpunkte setzt und andere digitale Medien einbezieht, insbesondere Video- und Audioformate, Expertengespräche und Testimonials/ Oral History.

 

#myreallife ist eine kuratierte Plattform, die dabei hilft, in der Krise künstlerischen und praktischen Austausch aber auch einen internationalen Dialog aufrecht zu erhalten. In Zeiten, in denen wir nicht wissen, wann und wie wir uns treffen, austauschen und as-usual wieder zusammenarbeiten können, ist es lebenswichtig, neue Begegnungsräume zu schaffen. Im Fokus soll stehen, wie Künstlerinnen aus allen Sparten und in den verschiedensten Lebenslagen, kreative Strategien entwickeln, um mit der Ungewissheit, den erschwerten Arbeitsbedingungen, den im Ausnahmezustand wieder hauptsächlich an ihnen hängenbleibenden Aufgaben der Kinderbetreuung, Haushaltführung, Alltagsorganisation umzugehen. 

Shakespeare schrieb ein paar seiner grössten Stücke während Pestzeiten in der Quarantäne, aber, sagt Helen Lewis in einem Artikel im „Atlantic“: „Wer Betreuungspflichten hat, wird höchstwahrscheinlich während des Ausbruchs einer Infektionskrankheit nicht ‚King Lear‘ schreiben“. 

Sharen, confessen, helfen, unterhalten, empowern, vermitteln, Strategien aufzeigen! Quer durch alle Milieus, Generationen und Kunstformen:
„Frauen können care und noch viel mehr“.

In einem ersten Schritt kuratieren wir die Plattform als künstlerisches Projekt, welches Sichtbarkeit und Austausch in den Fokus nimmt. Es sollen keine 1:1 "Hilfe" oder 1:1 «Dienstleistungen» angeboten werden. 

Wir
 befragen, interviewen internationale Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen, Schauspielerinnen, Filmerinnen, Musikerinnen, zu ihren Arbeitsrealitäten ab dem Lockdown, wie sie gerade überleben, arbeiten, wie es funktioniert und ob es funktioniert.
 
Wie arbeiten sie zusammen? Wie sehen ihre Alltagsrealitäten aus? Welche Businessmodelle haben sie aus der Krise heraus entwickelt, um zu überleben? Wo kommt staatliche
 Hilfe an und wo nicht?

Es können sowohl künstlerische als auch diskursive oder praktische Beiträge sein: Interviews, Spiele, Theatersequenzen, Texte, Comics, Videobotschaften, Testimonials, illustrierte Kochrezepte, Kurz- Szenen, Musik, Bilder, Fotos, Zettelchen... aber auch Metatexte, Hintergrundgeschichten, Überblicke sollen die Plattform bestücken. Die Kuratorinnen initiieren und ordnen diese Beiträge.

Die Plattform wird von Kati Rickenbach und Barbara Weber aufgebaut und von Kati Rickenbach visualisiert. 

 Die Webseite soll klar und benutzerfreundlich designt sein, in Zusammenarbeit mit einer Grafikerin und einer Programmiererin. Illustrierte Portraits mit einer Sprechblase und einem prägnanten Satz darin sollen einen niederschwelligen Einstieg in mitunter komplexe Themen bieten. Hierzu können beispielsweise Textbeiträge im gleichen illustrativen Stil bildlich aufgelockert werden. Bewegte Bilder und verspielte Elemente sind ebenfalls möglich. Das Design soll „aus einem Guss sein“, die Plattform stilbildend prägen und einen Wiedererkennungswert schaffen. Es ist somit ein wichtiger Teil des Projekts. Die Inhalte sollen auf deutsch und englisch veröffentlicht werden.

Gleichzeitig erschaffen wir einen Instagram-Account dazu, um die Inhalte anzukündigen und zu bewerben. 

Ziel und Relevanz

Unsere Plattform soll Frauen zusammenbringen und ihre Themen/ ihre Arbeit sichtbar machen. Wir wollen vernetzen und den Austausch fördern.

Wir wollen der Krise etwas Positives abringen,kreative Energien gewinnen – und, sollte er kommen, bereit sein für den nächsten Lockdown. 

In einem ersten Schritt konzentrieren wir uns auf künstlerische und wissenschaftliche Inhalte.

 

Die Plattform soll primär ein Sprungbrett für kulturschaffende Frauen sein. Der Fokus liegt
zwar auf der Schweiz, aber das Projekt richtet sich an die internationale Sisterhood.
Die Frauenfrage kennt keine Grenzen – und überall ist sehr viel aufzuarbeiten. Dabei geht es 
nicht um die Aufarbeitung der Vergangenheit, sondern um die Eroberung der Zukunft.
Wohin die Reise gehen
 wird, ist offen: Das Netzwerk muss sich entwickeln, wird seine Impulse aus den verschiedenen Beiträgen 
bekommen. Die Initiantinnen verfügen beide über intensive
 Kontakte in den verschiedensten Bereichen, im In- und Ausland. Diese gilt es zu bündeln und zu einem Kraftfeld werden zu lassen. Zunächst versteht sich unsere Plattform als pragmatische, bewegliche, zukunftsoffene Antwort auf die Herausforderungen,
 die durch die Corona-Krise an jeden einzelnen von uns, jeden künstlerisch tätigen Menschen und insbesondere jede einer kreativen Arbeit nachgehenden Frau herangetragen werden. Sie kann ein Zeichen setzen, Synergien stiften, ein breiteres Publikum
 sensibilisieren. Die Budgetplanung würde sich zunächst auf die Dauer eines Jahres beschränken. Denkbar aber nicht zwingend wäre allerdings auch eine längerfristige Fortführung. Auch jenseits von Corona stellen sich die Gender-spezifischen
 Probleme, denen wir uns stellen wollen.  
 
Schlagworte:

Krise Familie Job Humor Homeoffice Freundschaft Sisterhood Beziehung Kunst Krankheit Geld Kinder Befindlichkeit Sorge Vollmond Liebe Verzweiflung Sturm FakeNews Natur Freiheit Horizont Videokonferenz Homeschooling Wald Fernweh Kampf Sehnsucht Herd Gendergap Glück Entspannung

Initiantinnen des Projektes 

Kati Rickenbach, geboren in Basel, lebt in Zürich. Sie ist Mutter zweier Töchter. Seit ihrem Illustrations-Studium an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern und an der HAW Hamburg arbeitet sie als freie Comiczeichnerin und Illustratorin. 2006 erschien ihre autobiografisch geprägte Comicserie „Zyri“ im Züritipp. Ihr erstes Buch „Filmriss“ und der autobiografische Comic „Jetzt kommt später“ wurden bei Edition Moderne veröffentlicht. 2015 veröffentlichte sie „Neuland“, ein Sachcomic zum Thema Stillen und Wochenbett. Ihr Comicstrip „Züriversum“, über das Leben in der Stadt, erschien 2018/2019 im Schweizer Tagesanzeiger. Kati Rickenbach ist Mitherausgeberin des Comicmagazins STRAPAZIN und im Vorstand des Luzerner Comicfestivals Fumetto.

 www.katirickenbach.ch

www.instagram.com/katirickenbach

www.strapazin.ch

www.fumetto.ch

www.immerdiesezwinglis.ch 

Barbara Weber, die als Regisseurin, Kuratorin und Kulturmanagerin Projekte wie ZH-Reformation, Kunst Szene 2018 umsetzte, leitete davor fünf Jahre das Theater Neumarkt. Seit 2016 ist sie in der künstlerischen Kommission des internationals Festivals IMPULSE in NRW (DE). Sie bringt nicht nur Erfahrungen in der Umsetzung von regionalen wie nationalen Grossprojekten mit, sondern auch ein grosses Netzwerk aus den Bereichen Theater, Kunst, Literatur und Szenografie. Barbara Weber inszenierte ihre Projekte in der freien Szene wie auch am Stadttheater vom Nationaltheater Athen bis zu den Salzburger Festspielen. Sie ist Spezialistin für Aufgaben, die einen interdisziplinären Charakter haben und sich zwischen den gängigen Rastern von Theater, Kunst, Wissenschaft, Musik und Politik abspielen. Sie lebt in Zürich und ist Mutter zweier Töchter. 

 

 

 

 

Produktionsleitung

Transit Productions 

Schipfe 53

8001 Zürich

 

 

 

 

 

 

 

 

Überschrift

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